Samstag, 19. Mai 2012
 
 
Fabio's News
newsletter abonnieren
Game Over
Montag, den 14. Mai 2012 um 00:00 Uhr

Nun ist Schluss mit lustig, es reicht mir leider, aber nicht für Sotchi. Nach einer sehr enttäuschenden Saison und vielen Frusttagen kamen in diesem Frühling noch einige für mich unverständliche Entscheidungen seitens Swiss Snowboard hinzu, weshalb ich mich aus der Entscheidung der Weltcupstartplätze nehme. 

Bis jetzt habe ich immer versucht, ganze Sachen in meinem Leben zu machen. Doch mit der momentanen Situation, den willkürlichen Entscheidungen und meinen nicht genügenden Leistungen kann ich nicht umgehen und vor allem nicht dahinter stehen. 

Ich schaue auf acht sehr interessante und lehrreiche Jahre zurück. Dank Eurer Unterstützung habe ich es überhaupt bis zum Traum "Vancouver 2010" geschafft. Unglaubliche Szenen an den XGames in Aspen 2011 werden immer in meinem Kopf bleiben. Und unzählige Freundschaften, die bis heute halten, sind für mich die wichtigsten Errungenschaften. Ich durfte eine Zeit erleben, in der viel schönes und gutes passiert ist, auch wenn es im ersten Moment nicht immer so war. Doch auch am schlechtesten Tag habe ich immer wieder etwas dazugelernt, sei es auch nur, wieder aufzustehen. Doch nun sind die Beine zu schwer und der Kopf zu leer, als dass ich mich mit diesem Staff nochmals aufkämpfen könnte und genügend Motivation finden würde. 

Wenn man in einer Randsportart wie dem Snowboardcross überleben will, muss man auf extrem viel verzichten. Vielleicht bin ich einfach auch nicht mehr bereit, für sieben Rennen im Jahr so viel zu opfern. Ich bin nun viel überzeugter, mit dem Ganzen Schluss zu machen, als dass ich überzeugt war, weiterzumachen. Es tut mir leid für all meine Sponsoren, Freunde, Supporter und 100-er-Clubber, die immer an mich geglaubt haben und mich bis Sotchi begleiten wollten. Ich wäre liebend gerne den ganzen Weg gegangen, doch im Moment sind einfach zu grosse Felsbrocken auf die Strasse gestürzt. 

Ich werde sicher nicht ganz von der Bildfläche verschwinden und das eine oder andere Rennen mitfahren, doch nur aus Spass und ohne Druck. Den Gletscher in Saas Fee werde ich im Juli sicher noch nicht vermissen, doch spätestens wenns dann im Dezember wieder mit den Rennen losgeht, wird es auch bei mir kribbeln und ich meinen Entscheid ein wenig bereuen. 

Nun beginnt eine Zeit, die ich noch nicht ganz fassen kann. Mein bisher grösstes Kapitel mit unzähligen Stunden rund um den Globus ist am Ende angelangt und ich beginne ein neues. Ich freue mich sehr, wieder mit einem Mannschaftssport weiterzufahren und kann das erste Training mit Handball Wohlen kaum abwarten. Auch wird man mich wieder mehr als neun Monate im Jahr in der Cellpack ertragen müssen, aber ob ich wirklich zwölf Monate durcharbeiten werde, kann ich noch nicht versprechen :)

Jetzt heisst es erst einmal, den Frühling geniessen, das Bike ordentlich verbiegen und das Saison-Abschluss-Grillfest für die Sponsoren planen. Am 2. Juni wird im Winkel in Anglikon nochmals so richtig gerockt und gebrätelt!

grillade 12

Ich freue mich sehr auf die neue Zukunft und einen Winter, in dem ich mal Snowboarden gehen kann, wann ich will.

Gerne werde ich auch am Fest noch persönlich Auskunft geben, bis dann hat sich die Enttäuschung über das jähe und eigentlich unvorbereitete Ende sicher auch ein wenig gelegt.

Bis bald!

Fabio

 
Wir feiern trotzdem!
Donnerstag, den 05. April 2012 um 19:31 Uhr

Ja genau! Am 21. April steigt eine grosse Sause in der Zanzibar Wohlen. Eingeladen sind all jene, die Lust auf eine gute Party haben!

party

Bis dann!

 

Fabio

 
4/7/9
Sonntag, den 01. April 2012 um 16:02 Uhr

Bei meiner 9. Teilnahme an den SBX Schweizer Meisterschaften habe ich es heuer zum 7. Mal aufs Podest und zum 4. Mal aufs oberste Treppchen geschafft. Olé!

podium

Am vergangenen Freitag war das allerletzte Rennen der Saison angesagt. Schon zum dritten Mal in Folge fand es auf dem Corvatsch im Engadin statt. Einmal mehr war die Piste eher speziell angelegt und nicht ganz einfach zu fahren. Da es aber für alle das Gleiche war und ich mich am besten darauf einzustellen vermochte, gewann ich nach der Quali auch das Rennen. Der Preis für den Titel hat es dieses Jahr in sich: Im nächsten August kann ich für einen Tag auf den Flugplatz von Buochs, bekomme einen Audi S5 hingestellt und muss probieren, ihn aufs Dach zu legen. Irgendwie so habe ich auf jeden Fall mitbekommen...Es heisst auf jeden Fall "Audi Driving Experience" und macht Spass :).

Einmal mehr war es ein lustiger letzter Tag, der die Saison für mich doch noch ein wenig in positiveres Licht rücken konnte. Nun heisst es aber wieder ran an den Speck. Ich beginne Morgen früh wieder mit meiner Arbeit bei der Cellpack und freue mich auf die Abwechslung. Jetzt heisst es erstmal Abstand gewinnen, Rückschlüsse ziehen und dann in einigen Wochen entscheiden, was in der nächsten Saison ansteht. Obwohl es die letzten Monate alles andere als nach meinen Vorstellungen verlief, will ich das Ziel Sotschi 2014 nicht aus dem Fokus nehmen. Welcher Weg mich dorthin führt ist aber noch unklar.

Ich möchte mich aber herzlich bei Euch allen da draussen bedanken. Alle, die sich mit mir freuen, die manchmal oder auch öfters mit mir leiden, alle meine Supporter, Sponsoren und 100-er-Clubber und einfach alle, die Snowboardcross spannend finden!!! Vielen Dank! 

Geniesst den Frühling!

Fabio

 
Weltcupsaison 2012 überstanden...
Sonntag, den 18. März 2012 um 12:26 Uhr

Am vergangenen Freitag konnte ich mit einem 14. Rang am Weltcup in Val Malenco die Saison noch mit einer Bestleistung abschliessen. Doch Grund zur Freude herrschte trotzdem nicht gross. Als 40. der Weltcupgesamtwertung bin ich zwar noch bester Schweizer, doch für's A-Kader und einen persönlichen Platz im Weltcup vom nächsten Jahr wäre der 30. Platz nötig gewesen. Zu viel ist dieses Jahr einfach schief gelaufen. Wenn ich zurückblicke, weiss ich nicht, was ich hätte besser machen können; weder in der Vorbereitung, noch während der Saison. Mein Umfeld und die Trainings sind mittlerweile auf einem sehr professionellen Niveau, doch man kann das Glück einfach nicht erzwingen. Unser Sport wird von sehr vielen Faktoren beeinflusst und um erfolgreich zu sein, muss an einem bestimmten Tag alles zusammenpassen. Dies war leider wirklich nie der Fall.

Vor dem Weltcupfinale war ich noch an die Deutschen Meisterschaften gefahren, um mir den letzten Schliff für die Rennen in Italien zu holen. Das hat auch sehr gut geklappt, endlich durfte ich wieder mal auf's Treppchen.

dm

Gleich hinter dem Weltmeister von 2009, Markus Schairer und vor dem späteren Weltcupsieger von Val Malenco vom letzten Freitag, Konsti Schad, wurde ich Zweiter. Auch deshalb war ich guter Dinge, dass das mit dem Saisonabschluss noch gut kommt. Doch auch die letzte Rennwoche der Saison bestätigte, dass dieses Jahr wirklich alles gegen mich war. Die erste Quali am Dienstag war von starken Böen geprägt, sodass ein faires Rennen nicht möglich war. Es wurde natürlich trotzdem durchgeführt und ich bin mit 7 Sekunden Rückstand auf den 51. Rang gefahren. Sehr niederschmetternd und erniedrigend. Ich kämpfte und fuhr gut, doch gegen das Himmelskind ist man machtlos.

In der Quali für das zweite Rennen fuhr ich mit wesentlich mehr Fehlern, doch der Rückstand war mit 1.87 Sekunden viel kleiner und so reichte es auch für das Finale vom Freitag. Den Einzug ins A-Kader konnte ich theoretisch immer noch packen, doch dafür wäre eine Klassierung unter den ersten Zehn nötig gewesen. Die erste Runde überstand ich erstaunlich gut, doch wie bei meinem Glück üblich, fiel in der zweiten Runde ein Konkurrent direkt vor mich und meine Chancen auf den guten Abschluss waren dahin.

vm

Nun stehen wir mit dem Männerteam wieder sehr schlecht da. Niemand von uns vieren konnte ein Ausrufezeichen setzen, die Startplätze für die nächste Saison werden auf zwei reduziert, doch fahren möchten natürlich noch immer alle. Nun ist es an unserem Trainer Harald, zu entscheiden, wer die nächste Saison im Weltcup bestreiten darf. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mehr oder weniger sinnvolle. Wenn das ganze entschieden ist, muss ich einfach die Variante nehmen, die für mich am besten ist. Ich weiss noch nicht genau, wo mir der Kopf steht, einzig, dass ich NACH SOTSCHI 2014 WILL! 

Nun ist diese Saison auch schon fast vorbei, in zwei Wochen ist noch die Schweizer Meisterschaft angesagt. Mein vierter Titel ist nach dem enttäuschtenden dritten Rang vom letzten Jahr das einzige Ziel - damit ich nicht nur schlechte Erinnerungen an den Winter 2012 habe. Zumindest Resultatmässig. Weil alles drumherum, die Reiserei, die Packerei, das Spiegelei, waren wieder einmal mehr sehr schön und ich habe trotz aller Enttäuschung wieder mit vielen Freunden rund um den Globus viel Spass gehabt...

Update mit neusten Neuigkeiten zu meiner näheren Zukunft wird an gleicher Stelle veröffentlicht, hoffentlich positiv und bald...

Fabio

 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 12