Freitag, 03. September 2010
 
 
Fabio's News
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Vielen Dank! Es war herrlich!
Sonntag, 20. Juni 2010 um 00:00 Uhr

Übersicht beim Olympia-Dankfest

Lange freute ich mich mit Euch allen auf dieses Fest; kaum hatte es angefangen, war's auch schon vorüber (obwohl viele mitgeholfen haben, das Ende wirklich sauber hinaus zu zögern)

In der Galerie hat's noch einige Fotos mehr vom Fest, wenn jemand gerne welche hätte, einfach melden! Ganz alle von spät in der Nacht konnte ich aus Jugendschutzgründen nicht hochladen...

Ich hoffe, es hat Euch allen ziemlich gut gefallen, das allgemeine Echo war über den Abend gesehen durchaus positiv, so dass nächstes Jahr sicher wieder etwas in ähnlichem Rahmen über die Bühne gehen wird.

Die Frühlings-Trainings-Pause ist auch schon wieder vorbei, neben der Arbeit habe ich auch das Training wieder in Angriff genommen. Im Moment geniesse ich aber alle Siege der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft und freue mich, wenn es dann mal aufhört zu regnen...Vielleicht noch dieses Jahr...

Ich melde mich nach den ersten "richtigen" Sommererlebnissen wieder mit neuem Bildmaterial...

Fabio

 
Auf den Spuren von Max und Moritz...
Dienstag, 20. April 2010 um 21:39 Uhr

Doch dazu fehlen noch vier Streiche...die ersten Drei der Sieben wären gespielt :)

Ich habe es geschafft und bin am Wochenende in Sils zum dritten Mal in Serie Schweizer Meister geworden. Wahrscheinlich wird das nicht gerade in die Geschichtsbücher eingehen wie der Ausbruch des Eyjafjallajökull, doch immerhin der Ein- oder Andere wird sich noch einige Zeit daran erinnern, sei es auch nur ich...

Es fing eigentlich schon gut an, zumal Ruben und ich uns entschieden haben, aus den Schweizer Meisterschaften ein Nostalgie-Rennen zu machen. Er im traditionellen gelb-grün-pink-blauen Zweiteiler aus Faserpelz, ich im sehr Apollo-13-lookigen Einteiler meiner Mutter aus den 90-ern...

fabirubi


Voll motiviert aber belächelt, merkte ich schon bald, dass mir der Kurs nicht schlecht liegen würde. In der Qualifikation "nur" auf Platz vier rangiert, konnte ich mich Lauf für Lauf an die Spitze setzen und gewann schlussendlich auch das Final. Zwar nicht mit grossem Abstand, doch immerhin als Erster.

Nach ausgiebigen Gesprächen und Mineralwassern quer durch die St. Moritzer Nacht, machte ich mich am Samstag morgen früh auf den Weg nach Obersaxen. Dort stand ein riesiger Empfang für Carlo Janka auf dem Programm, der begleitet wurde durch den Gesamt-Europacup-Sieger Hitsch Spescha und meine Wenigkeit. Da ich wie Carlo und Hitsch dem Ski- und Sportclub Obersaxen angehöre, wurde auch ich für meine Leistungen geehrt...

898

Ich erwartete schon etwas grosses, doch mit 4000 Leuten habe ich wirklich nicht gerechnet! Es herrschte schöne Stimmung, die mir auch die dritten Oesch's nicht zu vermiesen vermochten ;)

Nun ist die Saison wirklich vorbei, der Arbeitsalltag hat mich schon wieder voll eingeholt und ich geniesse den geregelten Ablauf der Dinge. Zudem kann ich auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Fast alle Ziele erreichte ich, verbesserte mich technisch weiter und schaue voller Energie und Freude in den Sommer. Bald geht die Bike und Grill-Saison los; ich bin definitiv nicht böse, dass ich die Bretter für einige Monate in den Keller werfen kann...

Es gibt immer wieder neue Alben und die versprochenen Videos werden auch bald hochgeladen...

Piiiz

Fabio


 
Weltcupsaison 2010 ist Geschichte
Donnerstag, 01. April 2010 um 11:56 Uhr

p3270265Und ich bin wieder einmal der Affe, uga uga uga...

Nach dem 31. Rang in der Gesamtwertung im letzten Jahr hatte ich mir viel vorgenommen für diese Saison. Nach einem zögerlichen Start in Argentinien und den USA musste ich das dritte Weltcuprennen in Österreich aussetzen, damit auch meine Teamkollegen mal ran durften. Darauf folgte ein Heimrennen in Veysonnaz, welches auch gerade meine letzte Chance war, um mich für die langersehnte Olympiade zu qualifizieren. Siebenter Schlussrang, bestes Resultat meiner "Karriere", Olympiade im Sack! Das war mein absoluter Höhepunkt im Weltcup. Ich hatte mir die Teilnahme in Vancouver gesichert. Endlich!

Über die Olympiade habe ich ja bereits eine schöne Foto-Love-Story geschrieben, deshalb verweise ich für mehr Infos nach unten und fahre mit dem Weltcup fort. Nach zweiwöchiger Pause standen noch die zwei Frühlingsrennen in Italien und Spanien an. Ich habe mir viel vorgenommen, wollte sofort wieder am guten Resultat von Veysonnaz anknüpfen und mich für die Nationalmannschaft präsentieren. Doch in Italien war der Traum schon nach dem Qualitag geplatzt; Ich machte keinen Fehler und fuhr ein von mir und den Trainern aus gesehen gutes Rennen. Aber ich hatte trotzdem keine Chance, mich zu qualifizieren. Ich suche nicht gerne Fehler bei anderen, doch nur an mir lag es da wirklich nicht. Wieder einmal merkten wir, dass warme Verhältnisse nicht unsere Stärken sind und müssen einen Teil wohl auch der Präparation der Bretter zuschreiben.

Zwei Tage später flogen wir nach Barcelona, von da an Richtung La Molina in die Pyrenäen. Bereits am Meer erwarteten uns frühlingshafte Verhältnisse, T-Shirt im Touristenlook bei 20° war angesagt. In den Bergen oben ein ähnliches Bild. Kaum noch Frost am Morgen, der Schnee schon bald ein Pflotsch. Normal um diese Zeit. Die Quali schaffte ich als 18., jetzt musste im Rennen unbedingt ein Resultat unter den ersten 16 hin, damit ich in der Endabrechnung unter den ersten 30 bin. Dies bedeutete einen Startplatz mehr für die Schweiz nächste Saison. Ja, nicht lange um den heissen Brei reden, ich fuhr in der ersten Runde knapp hinter dem zweiten ins Ziel. Fertigschlussausamen. 23. Rang zum Saisonschluss, Gesamt-Weltcup-Rangierung: 32. Einige wenige Punkte hinter dem 30.

Was heisst das nun für die Zukunft? Ich konnte mich in Veysonnaz als Siebenter für das A-Kader qualifizieren und denke, dass ich meinen Startplatz für nächste Saison eigentlich auf sicher habe. Dazu kommt noch, dass wir dann wahrscheinlich nicht mehr abtauschen werden wie letzte Saison, das heisst, sämtliche Weltcup-Rennen werden von den gleichen zwei Fahrern bestritten. Sonst laufen wir Gefahr, dass es Ende nächste Saison wieder gleich aussieht. Man stelle sich vor, ich wäre die zwei verpassten Rennen gefahren!! (Dann wäre ich nun mit ziemlicher Sicherheit unter den ersten Dreissig...)

Aber um nicht negativ mit meinem Saisonbericht zu enden, muss ich wirklich noch einmal betonen, dass alles, was ich in dieser Saison erlebt habe, mir ziemlich unglaublich scheint. Während mehr als vier Jahren habe ich auf das Ziel "Olympiade" hingearbeitet; wenn man dann so was erreicht, ist es unglaublich schön. Aus sportlicher und menschlicher Sicht. Ohne mein Umfeld, meine Familie, Freunde, Supporter, 100-er-Clubber, Sponsoren und natürlich auch dem Herrn Glück hätte ich es nie geschafft, meinen Traum Wirklichkeit zu machen! Vielen Dank!

In zwei Wochen stehen noch die Schweizermeisterschaften an, an welchen ich gerne meinen dritten Titel holen möchte. Ich werde sicher weiterhin Rennen fahren und langsam das Ziel "Sotchi 2014" ins Visier nehmen. Das heisst, im Juli geht's auch schon wieder auf die Piste. Deshalb nutze ich die Zeit, die jetzt kommt, um meinen Freunden in der Cellpack wieder einmal unter die Arme zu greifen oder sie zumindest zu ärgern.

Die Galerie wurde wieder um ein Album reicher, in näherer Zukunft kommt dann auch noch eine Video-Galerie hinzu, damit man auch mal einen Einblick hinter unsere Renn- und Trainingskulisse bekommt.

Fabio

 
Game('s are) Over!
Sonntag, 28. Februar 2010 um 00:00 Uhr

Jetzt habe ich bestimmt schon fünfmal angefangen, einen weiteren Bericht über mein ab und zu langweiliges Leben zu schreiben, doch ich weiss gar nicht mehr wo beginnen. Denn gerade die letzten zwei Wochen waren gar nicht mal soo uninteressant.

Leider kann ich das ganze nicht in Worte fassen, sonst müsste ich zuerst noch einen Verlag finden, der mein Buch rausgeben will. Und ausserdem habe ich gar nicht genug Webspace, dass ich wirklich alles online niederschreiben könnte. Deshalb schreibe ich einfach einige Highlights raus, mehr oder weniger der Reihe nach auf und verliere einige Worte dazu. Das ganze natürlich illustriert mit Fotos von mir und/oder Freunden.

Vorneweg: Jedes Training, jeder Schweisstropfen, jede verpasste Party (hehe) waren es Wert, damit ich mein grosses Ziel von Vancouver 2010 und die damit verbundenen Erlebnisse erreichen und geniessen durfte. Mich hat es wirklich umgehauen...

Schlussendlich wurde ich 13. Das ist zwar kein Exploit, doch muss ich zufrieden sein, denn wenn man nicht seine Bestleistung abrufen kann, reicht es auf diesem Niveau halt nicht für mehr. Vor allem muss ich ehrlicherweise auch sagen, dass das Glück in der ersten Runde auch auf meiner Seite lag, denn die ersten Zwei fuhren mehr oder weniger ausser Reichweite, bis Alex Pullin aus Australien stürzte. Handumkehrt war ich trotzdem besser als er, denn ich stürzte ja nicht :) Deshalb war es wiederum verdient... :)

Doch angefangen hat das Ganze ein wenig chaotischer: Am 5. Februar traf man sich am Flughafen Zürich. Einmal mehr mit Pagaasch, welches eher auf eine Zigeuner-Reise hinwies, als auf zweiwöchige "Snowboardferien".

p1010663

Fünf Athleten, fünf Betreuer...Fair oder? Vor allem wenn man bedenkt, dass die selben Fünf an meinem Wettkampftag nur für mich gearbeitet haben, vielen Dank!

Nach einigen Reisestunden via Toronto nach Vancouver mieteten wir zwei Autos, zwangen uns und alles Gepäck rein und fuhren los Richtung Vereinigte Staaten voms Amerika. Der Herr Mt. Baker war unser Ziel. Das Skigebiet mit dem anscheinend grössten Schnee-Niederschlag im Jahr, laut Werbung. Leider erwischten wir das schlechteste Jahr aller Zeiten (mussten sie ja sagen), und deshalb waren die Verhältnisse nicht besser als in der Schweiz. Doch trotzdem gut und wunderschön!

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Nach vier sehr schönen und ausgeglichenen Tagen in Mt. Baker fuhren wir dann aber schon wieder zurück ins grosse Dorf nach Kanada. Dort wurden wir sehr herzlich von blauen Schlümpfen empfangen und in unsere Schlafgemache eingewiesen:

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Alle Schweizer im sehr schönen Schoggi-Braun :) Nach dem "Einchecken", was sicher eine halbe Stunde in Anspruch nahm, denn es war das selbe Prozedere wie am Flughafen inkl. Scanner und Kontrolle, wurde das erste Mal der Blick aufs Haus der Schweizer Athleten frei:

schwiizerhotel

Mein Zuhause für die nächsten Tage! Es liess sich leben, ums mal so zu sagen :) Halt typische nordamerikanische Bauweise, aus der Ferne betrachtet sicher besser als die Qualität aus der Nähe... Doch vom Dach des eben beschriebenen und oben sichtbaren Klotz gab es sicherlich etwas für mich als Angliker eher aussergewöhnliches. Unglaubliche Sicht auf Vancouver Downtown:

whataview

Nach einer kurzen Aufwärmphase im Athletendorf ging's am zweiten Tag auch schon los mit Training auf dem Olympiakurs. Die Spannung war gross, hörte man doch bis anhin noch nichts gutes über die Schnee- und Wetterverhältnisse auf dem Cypress Mountain. Dauerregen, Nebel, warmer Wind erstaunten uns wenig, glich aber die Situation eher einem Regenwald als Olympischen Winterspielen. Doch das nächste Foto ist wirklich ein gutes Beispiel für die Verhältnisse am Berg:

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Zehn Leute sind schon nur mit dem letzten Sprung beschäftigt gewesen, der Absprung aus einer Holzrampe gebastelt und die Schneeschicht original aus der Lastwagen-Reserve mit dem Helikopter gebracht. Mein Gott, was für ein Unsinn, für ca. 50 Fahrer so ein Aufwand zu betreiben. Doch ändern kann man nichts, deshalb entschied ich mich zum Geniessen. Trotz allem Regen war die Piste in einem einigermassen akzeptablen Zustand und ich war nach dem Training zwar müde und durchnässt, aber sicherlich zufrieden:

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Das zweite Training wurde dann aufgrund wirklich miserablen meteoroligischen Verhältnissen abgesagt und fiel buchstäblich ins Wasser. Am Abend dann aber schon das erste wirkliche Highlight der Spiele. Die Eröffnungsfeier! Wir liessen nichts unversucht, um ein wenig aufzufallen und euch Winken zu können. Doch für's kanadische Fernsehen reichten unsere wunderschönen Perücken nicht, deshalb nun hier ein Beweisfoto. Im Hintergrund sind wunderbar einige der 60'000 Zuschauer zu sehen:

auffallendkomisch

Wirklich überwältigend, für einmal kann man es wirklich geniessen, gefeiert zu werden. Schon noch speziell :)

Doch schon am nächsten Morgen gings wieder weiter mit dem Training auf dem Kurs, die Piste litt wirklich sehr unter dem Regen. Ohne die unglaubliche Arbeit der unzähligen Helfer wäre es nie möglich gewesen, am Montag ein mehr oder weniger reguläres Rennen durchzuführen. Einige von Euch haben es bestimmt im Fernsehen mitvefolgt, es hat erstaunlich viele Stürze gegeben. Dies ist nicht etwa so, dass an Olympischen Spielen nur Anfänger mitfahren, sondern hängt eher mit den vielen Unregelmässigkeiten der Piste zusammen. Es war das wahrscheinlich schwierigste Rennen überhaupt, welches ich jemals gefahren bin. Doch auch das Schönste! Zum Einen die 6'000 Zuschauer unten auf der Zieltribüne (inkl. meinen Eltern, juhee), zum Andern riss der Himmel auch noch ein wenig auf und liess uns vom Start bis aufs Meer blicken:

tschau

An der sechzehn auf meinem Arm kann man ablesen, dass das Foto zwischen Quali und dem Rennen gemacht wurde. Somit hatte ich meine erstes Ziel der Qualifikation erreicht! Sechzehnter von 35 gestarteten, erste Hürde genommen. Nach der ersten überstandenen Runde war dann leider wie schon mehrmals gehört im 1/4-Final Schluss für mich... Janu, ist ja schon bald wieder. Um dies gerade mal vorneweg klarzustellen: Ja, ich mache weiter, ja, in vier Jahren gerne wieder, doch das Ganze hat halt doch einige Parameter... Ich sollte meine Form stetig steigern können und in Sotchi sicher nicht wieder als Aussenseiter an den Start gehen müssen. Die Verletzungen sollten wie bis anhin laufen, also keine. Und auch meine Karriere-Organisation mit Sponsoren, Arbeit und Umfeld sollte im ähnlichen Rahmen weitergehen, dann kann man das Logo links oben von "goes for 2010" in "goes for 2014" und nicht in "was in 2010" ändern!

Wenn jemand das Ganze wirklich bis hier runter gelesen hat RESPECT und ja, ich komme endlich zum Schluss. Für alle Details könnt Ihr mich gerne anrufen oder einfach mal auf der Strasse anhauen....

Es war einfach genial! Wenn ihr irgendwie die Chance habt, auch mal an so Spiele zu gehen, probiert es. Es lohnt sich, glaubt mir! Schon nur für dieses Bild : Ist imfaal nicht das Lagerfeuer bei uns hinter dem Hause, ist voll die Fackel!

fackel

Noch ein zwei Zeilen zur Zukunft: in einer Woche geht's weiter mit den letzten beiden Weltcuprennen. Die sind für mich genau so wichtig wie die Spiele, zumindest die Resultate sicher auch entscheidend für die Zukunft! Mit dem 7. Platz in Veysonnaz habe ich schon mal ein wenig mit dem Podest geliebäugelt und falls dies noch zu machen wäre, bedeutete dies ein Platz in der Nationalmannschaft für's nächste Jahr. Das wär schon noch was! Also, es heisst wieder mal Daumen drücken, und zwar am 11. März für's Italien-Rennen und am 17. für's spanische... Dann wäre die lange Saison auch schon wieder vorbei... Ausser natürlich noch die Schweizermeisterschaft, die ich gerne ein drittes Mal für mich entscheiden würde. Sehr gerne sogar!

Also also, ich hoffe, ich habe alles vergessen, sonst bitte einfach melden!

Fabio

 
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